"Ein ungewöhnlicher Musiker,
kritisch, der Alten Musik verpflichtet,
ein Forscher mit Forscherglück,
vielen Interpreten ein Vorbild,
für andere ein Enfant Terrible."
*


Reinhard Goebel, Gründer und 33 Jahre lang Leiter des Ensembles Musica Antiqua Köln, ist heute ein allseits gefragter Dirigent und Vermittler seines enormen Wissens um die sogenannte historische Aufführungspraxis an moderne Sinfonie- und Kammerorchester.

Wissend um den Anachronismus, Musik zu „dirigieren“, die ursprünglich vom Generalbaß spielenden Kapellmeister und vom geigenden Konzertmeister geschmacklich und fachlich koordiniert wurde, erarbeitet Reinhard Goebel in den Proben eine von „Stab-Führung“ im wesentlichen unabhängige Eigenaktivität des Ensembles.

Zahlreiche Orchester haben sich diesem „Experiment Goebel“ mittlerweile erfolgreich gestellt, darunter
das Beethoven Orchester Bonn,
die Duisburger Philharmoniker,
das Gewandhaus-Orchester Leipzig,
das Orchester des Nationaltheaters Mannheim,
die Dresdner Philharmonie,
das Deutsche Symphonieorchester Berlin,
das Orchester der Komischen Oper Berlin,
die Hamburger Symphoniker,
das Münchner und Zürcher Kammerorchester,
das Tonhalle-Orchester Zürich,
das Royal Philharmonic Orchestra London,
das Orchester der Königlichen Oper Kopenhagen
sowie die Rundfunk-Sinfonieorchester von
Saarbrücken (SR),
Köln (WDR),
Frankfurt (HR),
Hannover (NDR)
und München (BR).

Reinhard Goebels besonderes Interesse an der deutschen Musik der Bach-Zeit, das schon seine Arbeit mit Musica Antiqua Köln prägte, aber auch die Literatur der Vorklassik und Klassik werden die zukünftigen Programme bestimmen. Grundlage für das Innere seiner "barocken" wie „klassischen“ Arbeit ist eine umfassende Kenntnis der theoretischen Quellen, Insonderheit der Instrumental-Schulen, während seine enorme Repertoire-Kenntnis und „der Mut zum Neuland“ den äußeren Rahmen bilden.

Für die Saison 2007/08 ist Reinhard Goebel zu Konzerten in Augsburg, Berlin, Darmstadt, Dresden, Essen, Frankfurt, Kassel, Leipzig, München, Breda, Den Haag, Eindhoven, Winterthur, Zürich, Padua, Genua und Paris eingeladen.

* (Andreas Holschneider, Ehemalig Präsident der Deutschen Grammophon Gesellschaft)